Google-Drive-Alternative aus Deutschland

Was der Wechsel kostet, was beim Export passiert und wo es hakt.

Warum Teams von Google Drive weggehen

Drei Gründe höre ich regelmäßig, meist nicht alle gleichzeitig.

  • Der Preis wächst pro Kopf. Google Workspace rechnet pro Nutzer und Monat ab. Jeder neue Kollege kostet den vollen Tarif, auch wenn er nur gelegentlich eine Datei ablegt.
  • Die Frage nach dem Speicherort. Google ist ein US-Anbieter. Spätestens wenn Mandanten-, Patienten- oder Kundendaten dazukommen, wird relevant, wessen Recht dafür gilt.
  • Das eigene Dateiformat. Google Docs und Sheets sind keine Dateien im klassischen Sinn. Wer aussteigt, merkt das beim Export.

Nextcloud und Google Workspace im Vergleich

miTT NextcloudGoogle Workspace
Abrechnungpro Instanzpro Nutzer und Monat
Speicherfür das ganze Teampro Nutzer
ServerstandortDeutschlandUS-Anbieter
Dateiformateoffene Standardseigenes Format bei Docs
Office im Browserjaja, sehr ausgereift
Kalender und Kontaktejaja
Video und Chatjaja, sehr ausgereift
E-MailneinGmail enthalten
Einrichtungdurch michselbst
Hilfe beim Umzuginklusivenein
AnsprechpartnerPerson mit NamenHilfeseiten

Stand: August 2026. Die Zeilen zu Office, Video und E-Mail sind bewusst so ausgewiesen: Google ist dort funktional weiter, und Gmail ersetzt Nextcloud gar nicht.

Was Sie sparen — und ab wann

Google Workspace Standard kostet regulär 13,60 Euro pro Nutzer und Monat und bringt 2 TB pro Konto mit. Bei mir hängt der Preis am Speicher der Instanz, nicht an der Zahl der Köpfe.

TeamgrößeGoogle Workspace StandardmiTT Nextcloud (5 TB)
2 Personen27,20 EUR53,55 EUR
5 Personen68,00 EUR53,55 EUR
10 Personen136,00 EUR53,55 EUR
20 Personen272,00 EUR53,55 EUR

Alle Angaben brutto pro Monat, Stand August 2026. Google wirbt zeitweise mit 50 % Rabatt auf die ersten drei Monate — gerechnet wird hier mit dem regulären Preis, weil der ab dem vierten Monat gilt.

Bei zwei Personen bin ich teurer, und Sie bekommen bei Google zusätzlich Gmail und Meet. Das ist ein ehrliches Argument gegen einen Wechsel. Ab etwa vier bis fünf Personen dreht sich die Rechnung, ab zehn deutlich.

Das Format-Problem bei Google Docs

Dies ist der Punkt, der beim Umzug am häufigsten unterschätzt wird.

Google Docs, Sheets und Slides sind keine Dateien, die irgendwo liegen. Sie existieren nur in Googles System. Beim Export über Google Takeout werden sie in Word-, Excel- und PowerPoint-Formate umgewandelt — das klappt für den Inhalt gut, aber:

  • Kommentare und Vorschläge gehen in der Regel verloren.
  • Der Versionsverlauf bleibt bei Google zurück.
  • Komplexe Formatierungen und Tabellen mit vielen Formeln brauchen eine Kontrolle nach dem Import.
  • Verknüpfungen zwischen Dokumenten funktionieren nach dem Umzug nicht mehr.

Der praktische Weg: Die aktiv genutzten Dokumente nehmen Sie einzeln mit und prüfen sie. Alles, was nur Archiv ist, geht als Takeout-Paket mit und bleibt dort, bis es jemand braucht. Reines Dateimaterial — Fotos, PDFs, Videos, Layoutdateien — ist völlig unproblematisch.

Wer viele verknüpfte Tabellen im Einsatz hat, sollte vor dem Umzug darüber sprechen. Das ist machbar, aber kein Nachmittagsprojekt.

Was Nextcloud nicht ersetzt

Damit Sie nicht mit der falschen Erwartung wechseln: Google Workspace ist mehr als Speicher.

Gmail bleibt außen vor. Nextcloud ist kein Mailsystem. Wenn Sie Ihre Adressen bei Google haben, brauchen Sie dafür eine eigene Lösung. Sprechen Sie mich an, dann sehen wir uns das getrennt an.

Meet und die Google-Integration. Nextcloud Talk kann Video- und Sprachkonferenzen, ist bei großen Runden aber nicht auf demselben Stand. Wenn Ihr Team täglich in Meet arbeitet, ist das ein Punkt gegen den Wechsel.

Gemeinsames Echtzeit-Arbeiten. Nextcloud Office kann das, Google kann es besser. Für Angebote, Protokolle und Kalkulationen reicht es gut. Wenn zehn Leute gleichzeitig in derselben Tabelle tippen, merken Sie einen Unterschied.

So läuft der Umzug

  1. Bestandsaufnahme. Wie viele Daten, wie viele Google-Docs, welche geteilten Ordner gehören anderen?
  2. Takeout anstoßen. Der Export läuft bei Google im Hintergrund und dauert je nach Menge Stunden bis Tage.
  3. Cloud einrichten. Ich richte Ihre Instanz ein, mit Ihrer Domain und SSL-Zertifikat. An Werktagen in der Regel am selben Tag.
  4. Parallelbetrieb. Beide Systeme laufen ein bis zwei Wochen nebeneinander, die aktiven Dokumente ziehen geprüft um.
  5. Abschalten. Erst wenn alle bestätigen, dass sie in der neuen Cloud arbeiten, wird Workspace gekündigt.

Häufige Fragen zum Wechsel von Google Drive

Über Google Takeout exportieren Sie Ihren kompletten Bestand. Reine Dateien wie Fotos, PDFs oder Videos kommen unverändert an. Google Docs, Sheets und Slides werden dabei in Word-, Excel- und PowerPoint-Formate umgewandelt — das funktioniert gut, aber Kommentare, Versionsverlauf und komplexere Formatierungen gehen teilweise verloren.

Die liegen nicht als Datei vor, sondern in Googles eigenem Format. Beim Export entstehen daraus Word- oder Excel-Dateien. Mein Rat: Nehmen Sie die aktiv genutzten Dokumente einzeln und geprüft mit, den Rest als Archiv-Export. Bei Tabellen mit vielen Formeln sollten Sie nach dem Umzug stichprobenartig kontrollieren.

Teilweise. Dateien, Office-Dokumente im Browser, Kalender, Kontakte, Video und Chat sind abgedeckt. Was Nextcloud nicht ersetzt, ist Gmail als Mailsystem — dafür brauchen Sie eine eigene Lösung. Wenn Ihr Team stark mit Google Meet und der Gmail-Integration arbeitet, ist der Wechsel ein größeres Projekt als nur ein Speicherumzug.

Bei Google Workspace hängt der Speicher am einzelnen Konto. Jeder neue Kollege kostet den vollen Tarifpreis, auch wenn er kaum Daten ablegt. Bei mir zahlen Sie den Speicher einmal für die ganze Instanz, die Zahl der Konten spielt für den Preis keine Rolle.

Der Export über Takeout dauert je nach Menge Stunden bis Tage, das übernimmt Google im Hintergrund. Das Hochladen richtet sich nach Ihrer Leitung. In der Praxis planen wir ein bis zwei Wochen Parallelbetrieb ein, in denen beide Systeme laufen und Sie schon in der neuen Cloud arbeiten.

Nur Ihre eigenen. Ordner, die andere mit Ihnen geteilt haben, gehören technisch weiterhin denen — die kopieren Sie zwar mit, die andere Person arbeitet aber weiter in Google Drive. Solche Freigaben sollten Sie vorher durchgehen und klären, sonst entstehen zwei Stände derselben Daten.

In ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland, betrieben mit 100 % Ökostrom. Tägliche Backups sichern den Bestand, und es gibt keinen Umweg über Drittländer.

Die Einrichtung ist im Paket enthalten, ebenso die Unterstützung beim Umzug. Es gibt keine einmalige Wechselgebühr. Sie können 7 Tage kostenlos testen und in dieser Zeit prüfen, ob es für Sie funktioniert.

Kommen Sie eigentlich von woanders? Für Dropbox und OneDrive habe ich die Besonderheiten getrennt aufgeschrieben.

Unsicher, ob sich der Wechsel lohnt?

Schreiben Sie mir, wie viele Leute Sie sind, wie viele Google Docs im Einsatz sind und ob Gmail dranhängt. Ich sage Ihnen ehrlich, ob sich der Umzug rechnet.

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Die Pakete gibt es ab 9 EUR im Monat, 7 Tage kostenlos zum Testen und monatlich kündbar. Einrichtung und Hilfe beim Umzug sind enthalten.

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