Dropbox-Alternative aus Deutschland
Was der Wechsel praktisch bedeutet — mit den Punkten, die vorher niemand erwähnt.
Die drei Gründe, aus denen Teams wechseln
In den Gesprächen, die ich dazu führe, kommen fast immer dieselben drei Punkte. Selten alle gleichzeitig, aber immer mindestens einer.
- Der Preis wächst mit dem Team. Dropbox rechnet im Business-Tarif pro Person ab. Bei zwei Leuten fällt das kaum auf, bei zehn steht es im Budget.
- Die Festplatte läuft voll. Der Sync legt standardmäßig alles lokal ab. Wer mit großen Dateien arbeitet, hat irgendwann ein Terabyte in der Cloud und keinen Platz mehr auf dem Rechner.
- Die Frage nach dem Speicherort. Spätestens wenn Kunden- oder Mandantendaten dazukommen, wird relevant, wo die Dateien tatsächlich liegen und wessen Recht dafür gilt.
Nextcloud und Dropbox im Vergleich
Was sich beim Wechsel tatsächlich ändert — und was nicht.
| miTT Nextcloud | Dropbox Business | |
|---|---|---|
| Abrechnung | pro Instanz | pro Nutzer und Monat |
| Nutzerzahl | frei wählbar | jeder Nutzer kostet |
| Serverstandort | Deutschland | vom Tarif abhängig |
| Nur bei Bedarf laden | ja | ja |
| Freigabe-Links mit Passwort | ja | ja |
| Versionsverlauf | ja | ja |
| Office im Browser | enthalten | über Anbindung |
| Video und Chat | enthalten | separates Produkt |
| Einrichtung | durch mich | selbst |
| Hilfe beim Umzug | inklusive | nein |
| Ansprechpartner | Person mit Namen | Hilfeseiten und Formular |
| Sync-Geschwindigkeit | gut | sehr gut |
| Verbreitung bei Partnern | geringer | sehr hoch |
Stand: August 2026. Die beiden letzten Zeilen sind bewusst so ausgewiesen: Dropbox synchronisiert viele kleine Dateien schneller, und wenn Ihre Kunden ohnehin alle Dropbox nutzen, ist das ein echtes Argument dagegen.
Was Sie sparen — und ab wann
Dropbox Business kostet im Standard-Tarif 12 Euro pro Person und Monat, im Advanced-Tarif 18 Euro. Der Speicher ist dabei für das Team gedacht, die Kosten wachsen also linear mit der Zahl der Köpfe.
Bei mir hängt der Preis am Speicher, nicht an den Personen. Das führt zu dieser Rechnung:
| Teamgröße | Dropbox Standard | miTT Nextcloud (5 TB) |
|---|---|---|
| 2 Personen | 24 EUR | 45 EUR |
| 5 Personen | 60 EUR | 45 EUR |
| 10 Personen | 120 EUR | 45 EUR |
| 20 Personen | 240 EUR | 45 EUR |
Alle Angaben netto pro Monat, Stand August 2026.
Für zwei Personen bin ich teurer. Das steht so in der Tabelle, weil es stimmt. Wenn Sie zu zweit arbeiten und mit Dropbox zufrieden sind, gibt es keinen finanziellen Grund zu wechseln — dann geht es um Speicherort und Datenschutz, nicht um Geld.
Ab etwa sechs Personen dreht sich das, ab zehn deutlich. Und der Abstand wächst mit jedem neuen Kollegen, den Sie einstellen.
Das Problem mit der vollen Festplatte
Dies ist der Punkt, der am häufigsten unterschätzt wird — und der Grund, aus dem manche Agenturen trotz großem Cloud-Paket keinen Platz mehr auf den Rechnern haben.
Ein Sync-Ordner legt jede Datei zusätzlich lokal ab. Zwei Terabyte in der Cloud heißen dann zwei Terabyte auf jedem Rechner, der sich verbindet. Bei Textdokumenten ist das egal. Bei Bilddaten, Videomaterial oder Layoutdateien ist die Festplatte irgendwann voll, obwohl Sie für die Cloud bezahlen.
Beide Systeme können das lösen: Ordner werden nur angezeigt und erst heruntergeladen, wenn Sie sie öffnen. Bei Nextcloud heißt das virtuelle Dateien, bei Dropbox gibt es eine vergleichbare Einstellung. Das stellen Sie selbst im Desktop-Client ein, auf jedem Rechner einmal — es ist keine Servereinstellung, die jemand für Sie vornehmen könnte.
Der eigentliche Punkt ist deshalb nicht die Funktion, sondern dass viele gar nicht wissen, dass es sie gibt. Wenn Sie mir sagen, dass Sie mit großen Dateien arbeiten, weise ich Sie beim Start darauf hin.
Wenn Sie mit Adobe-Dateien arbeiten, lesen Sie das hier
Es gibt einen Fehler, der unabhängig vom Anbieter passiert und regelmäßig für beschädigte Dateien sorgt: direkt im Sync-Ordner arbeiten.
Photoshop, InDesign und Illustrator legen beim Speichern temporäre Dateien an und schreiben die Zieldatei anschließend neu. Ein Sync-Client sieht in diesem Moment eine Datei, die verschwindet und wieder auftaucht — und beginnt hochzuladen, während das Programm noch schreibt. Das Ergebnis sind Konfliktkopien, halb geschriebene Dateien oder im schlimmsten Fall ein unbrauchbares Dokument.
Das passiert bei Dropbox, bei Nextcloud und bei jedem anderen Sync-Dienst. Es ist kein Produktfehler, sondern eine Frage der Arbeitsweise.
Die Regel ist einfach: Große Layout- und Bilddateien bearbeiten Sie lokal und legen sie danach in die Cloud. Der Sync-Ordner ist Ablage und Austausch, keine Arbeitsdatei-Ablage für offene Dokumente. Wenn im Team mehrere gleichzeitig an denselben Dateien arbeiten, brauchen Sie eine Sperrmechanik statt eines Sync-Ordners — darüber sollten wir vor dem Umzug sprechen.
Wer schon einmal eine InDesign-Datei verloren hat, weil zwei Rechner gleichzeitig synchronisiert haben, weiß, warum dieser Absatz hier steht.
So läuft der Umzug
- Bestandsaufnahme. Wir sehen uns an, wie viele Daten es sind, wer worauf zugreift und welche geteilten Ordner anderen gehören.
- Cloud einrichten. Ich richte Ihre Instanz ein, mit Ihrer Domain und SSL-Zertifikat. An Werktagen in der Regel am selben Tag.
- Parallelbetrieb. Beide Systeme laufen ein bis zwei Wochen nebeneinander. Sie arbeiten schon in der neuen Cloud, die alte bleibt als Sicherheitsnetz.
- Nutzer und Freigaben. Konten anlegen, Ordnerstruktur und Rechte einrichten, Links neu setzen, wo es nötig ist.
- Abschalten. Erst wenn alle bestätigen, dass sie in der neuen Cloud arbeiten, wird Dropbox gekündigt.
Der Umzug ist eine gute Gelegenheit zum Aufräumen. In den meisten Ablagen liegen Jahre an Material, das niemand mehr braucht — es gibt keinen Grund, dafür weiter Speicher zu bezahlen.
Aus der Praxis
Eine Kommunikationsagentur mit zwei Mitarbeitern arbeitet seit drei Jahren mit ihrer Nextcloud von mir. Davor liefen dort zwei Dropbox-Konten und zusätzlich ein Schweizer Dienst nebeneinander, mit entsprechend regelmäßigen Dateikonflikten. Der Auslöser war nicht der Preis, sondern große Grafikdateien und ein Sync, der immer wieder Ärger machte.
Häufige Fragen zum Wechsel von Dropbox
Die Fragen, die vor einem Umzug regelmäßig kommen.
Ja. Ihre Dateien liegen bereits synchronisiert auf Ihrem Rechner. Sie verschieben sie einmal in den Nextcloud-Ordner, warten den Upload ab und trennen danach Dropbox. Die Ordnerstruktur bleibt dabei vollständig erhalten, weil schlicht Ordner kopiert werden. Bei größeren Beständen plane ich den Ablauf mit Ihnen.
Die kopieren Sie zwar mit, aber die andere Person arbeitet danach weiter in Dropbox. Solche Freigaben sollten Sie vor dem Umzug durchgehen und mit den Beteiligten klären — sonst entstehen zwei Stände derselben Daten. Das ist erfahrungsgemäß der Punkt, der am häufigsten übersehen wird.
Nein. Der Nextcloud-Client kann Ordner als virtuelle Dateien einbinden: Sie sehen alles im Explorer oder Finder, heruntergeladen wird aber erst, was Sie tatsächlich öffnen. Gerade bei großen Archiven ist das der Unterschied zwischen einer vollen und einer freien Festplatte.
Beim normalen Arbeiten mit Dokumenten merken Sie keinen Unterschied. Bei sehr vielen kleinen Dateien gleichzeitig ist Dropbox teilweise schneller, weil deren Sync-Verfahren darauf optimiert ist. Bei großen Einzeldateien nimmt sich das nichts. Ehrlich gesagt: Wenn Geschwindigkeit Ihr einziges Kriterium ist, ist Dropbox schwer zu schlagen.
Die Einrichtung Ihrer Cloud ist im Paket enthalten, ebenso die Unterstützung beim Umzug. Es gibt keine einmalige Wechselgebühr. Sie können 7 Tage kostenlos testen und in dieser Zeit prüfen, ob der Umstieg für Sie funktioniert.
Ja, das funktioniert wie gewohnt. Sie erzeugen einen Link zu einer Datei oder einem Ordner und schicken ihn. Zusätzlich können Sie den Link mit einem Passwort schützen, ein Ablaufdatum setzen und auf Lesezugriff beschränken.
Es gibt keinen Preis pro Nutzer. Sie legen so viele Konten an, wie Sie brauchen. Die Pakete unterscheiden sich beim Speicherplatz und bei der Zahl gleichzeitiger Verbindungen — als Orientierung ist das kleinste Paket für Teams bis etwa 20 Personen gedacht.
In ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland, betrieben mit 100 % Ökostrom. Tägliche Backups sichern den Bestand. Es gibt keinen Umweg über Drittländer.
Alle Pakete sind monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit. Ihre Daten bekommen Sie jederzeit selbst heraus, indem Sie sie über den Desktop-Client auf Ihren Rechner synchronisieren. Es gibt keine Sperrfrist und keine Ausstiegsgebühr.
Kommen Sie eigentlich von woanders? Für Google Drive und OneDrive habe ich die Besonderheiten getrennt aufgeschrieben.
Unsicher, ob sich der Wechsel für Sie lohnt?
Schreiben Sie mir, wie viele Leute Sie sind und womit Sie arbeiten. Ich sage Ihnen ehrlich, ob sich der Umzug rechnet — auch wenn die Antwort lautet, dass Sie bei Dropbox bleiben sollten.
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Die Pakete gibt es ab 9 EUR im Monat, 7 Tage kostenlos zum Testen und monatlich kündbar. Einrichtung und Hilfe beim Umzug sind enthalten.
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